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Montag, 10. Februar 2014

Freundlichkeit = Fehler?

Ein komischer Titel?

OK, folgender Fall:

Im Zuge unserer Umzugsvorbereitungen (nur noch zwei Wochen!) haben wir uns dazu entschlossen, unter anderem unseren alten Esstisch mit zwei Stühlen über 'willhaben' zu verschenken.
Bislang stand er als 'Ablagefläche' im Kinderzimmer und staubte dort wunderbar zu ;)
Es meldete sich auch noch am selben Tag jemand, der ihn haben wollte und er kam heute Abend, um ihn abzuholen.
Da er alleine war, bot ich an ihm zu helfen, was er bis zur Wohnungstür auch angenommen hat. Ab dem Flur käme er alleine klar, so seine Aussage.
Wieder in der Wohnung hieß es dann, ich wäre viel zu freundlich. Er sei doch selbst Schuld, wenn er alleine käme, um einen Tisch und zwei Stühle abzuholen.

Es war sicher nicht bös gemeint, aber mich hat es dennoch getroffen. ZU FREUNDLICH??
Das hab ich auch schon von Arbeitskollegen zu hören bekommen.
Zu freundlich... Klingt wie ein Vorwurf.
Und das in einer Welt, in der 90% aller Menschen notorisch unfreundlich sind und nur jammern, meckern, sich selbst leid tun oder schlimmeres.. Da sollte man sich doch eigentlich über die restlichen 10% freuen und ihnen nicht noch Vorwürfe oder ein schlechtes Gewissen machen.

Ich bin übrigens gar nicht immer lieb und freundlich und nett...


Ich kann auch schrecklich bös und ungehalten und genervt sein.

Zum Beispiel bei Elternabenden, wenn es andere Eltern schaffen ein und dieselbe überflüssige Frage fünfmal hintereinander zu stellen. Dann heißt es, ich wäre arrogant.

Oder wenn sich in meiner Gegenwart Tucktucks aufhalten. Was das sind? Zumeist dummnaive Frauchen die sich  grenzenlos dämlich anstellen. Gibt's ab und an auch in männlicher Ausführung.

Oder Leute, die jeden, wirklich JEDEN Kettenbrief oder Hoax per E-Mail oder Facebook teilen... Da reagier ich sehr allergisch drauf und werde von anderen als überheblich bezeichnet.

Die Kinder schaffen es auch, dass ich böse, gereizt oder einfach nur 'peinlich' bin - aus ihrer Sicht natürlich.
Aber wie soll man auch anders sein bei

- ich weiß nicht, was wir als Hausaufgabe aufhaben (Na ich etwa? War ich im Unterricht?)
- wo ist mein XY?
- ich brauch eine Unterschrift/20 Euro/einen Fahrschein - 2 Minuten ehe wir gehen müssen...

Ihr seht also, ich bin eigentlich total böse und gemein ;)

Alles Liebe
Petra







Mittwoch, 5. Februar 2014

Challenge: Wir wollen ein paar Kilos loswerden



Ok ok… mein Mann will ein paar Kilos loswerden - ich will VIELE loswerden ;)
Aber natürlich nicht in 3 Wochen oder so, sondern schön nach und nach. Alles andere ist utopisch und ungesund! (Musste mal gesagt werden)

Ich hatte ja schon versprochen, in diesem Monat näher drauf einzugehen.

Wie es zum Übergewicht kam, brauch ich wohl keinem zu sagen ;) Falsche Ernährung und zu wenig Bewegung, wie bei 99% aller anderen etwas beleibteren Personen auch.
Dass das mit den Kindern auftauchte ist kein Grund, es auf den Nachwuchs zu schieben. Viel mehr liegt es daran, dass ich ab diesem Zeitpunkt eben immer zu Hause war und wenn man da mal Lust hatte zu Naschen… oder wenn die lieben Kleinen nicht aufgegessen haben…
Es hat wirklich Jahre gedauert, bis ich Reste in den Müll werfen und mir sagen konnte: Es tut dir nicht gut! Auch wenn man Essen nicht wegwerfen soll.

Ein weiterer Grund für etwas mehr Speck auf den Hüften dürfte wohl sein, dass in den meisten Nahrungsmitteln inzwischen so viel Mist steckt, der da gar nicht reingehört. Mehl und Zucker in der Wurst zum Beispiel. Generell ist zu viel Zucker in unseren Lebensmitteln.
Ich will damit nicht sagen, dass Zucker böse ist und Süßstoff super. Ne, ich persönlich kann Süßstoffen so gar nichts abgewinnen. Sie schmecken mir einfach nicht und zwar egal ob pflanzlich oder nicht.
Ob es stimmt, dass sie Heißhungerattacken auslösen, kann ich nicht sagen. Aber wundern würde es nicht nicht - immerhin werden (oder wurden zumindest) Süßstoffe in der Schweinemast eingesetzt.

Aber zurück zur Challenge:

Also, wir halten uns seit ein paar Tagen tatsächlich an ein Kochbuch und zwar an dieses hier:

Bild von Amazon

Es handelt sich dabei um eine Trennkostart - und zumindest für mich klang es recht schlüssig.

Schön finde ich vor allem, dass einem NICHTS verboten wird. Man sollte nur drauf achten, wann man was isst.

Morgens heißt es umstellen auf (fast) vegan - also keine tierischen Eiweiße. Honig ist aber erlaubt, also nur 'fast' vegan ;)
Das ist für uns eine ziemlich heftige Umstellung, denn bisher waren wir Müsli mit Joghurt und anschließend ein Käse- oder Wurstbrot gewohnt. Jetzt gibt es das Müsli mit Sojamilch und entweder Konfitüre, Honig, Nutella oder vegetarische Aufstriche aufs Brot.
Schmeckt übrigens auch sehr lecker. Nur im Latte Macchiato mag ich Sojamilch gar nicht. Da bleibt es bei normaler Milch.

Mittags darf man gemischt essen - also Kohlehydrate UND Eiweiß. Jetzt kann man sich als  Nachtisch auch ein Stück Kuchen oder Eis gönnen.

Und Abends? Abends gibt's KEINE Kohlehydrate - das ist auch momentan noch so eine Knackstelle. Mich stört es nicht, nur Gemüse oder Salat zu Fleisch oder Fisch zu essen, aber mein Liebster hat das Gefühl, dabei nicht satt zu werden.

Ob diese Umstellung tatsächlich hilft - die man anschließend natürlich nicht wieder rückgängig machen sollte - kann ich nicht sagen.
Ich weiß nur, dass meine Mutter schon seit Jahren Abends kaum bis keine Kohlehydrate isst und sie hält ihr Gewicht (soweit ich es beurteilen kann, ich seh sie ja kaum) problemlos halten.

Wir nehmen es übrigens nicht ganz so eng: Am Wochenende essen wir meistens nur 2 mal - einen Brunch und ein Abendessen. Dafür darf es dann auch ein Frühstücksei sein ;)

Hat von euch schonmal jemand nach dieser Methode gegessen? Falls ja, wie seid ihr damit klar gekommen?

In einem der nächsten Posts möchte ich auch nochmal ein wenig mehr darauf eingehen, was meiner Meinung nach am Schlankheitswahn so schrecklich ist. Und ich find den wirklich schrecklich.

Alles Liebe
Petra